Schwindel, Menière-Krankheit und CMD

CMD, „der große Betrüger“, kann zu einem gestörten Gleichgewicht/Haltungsschwindel führen, so dass man das Gefühl hat, seine Umgebung fängt an zu verschwimmen/sich zu bewegen. Diesen Zustand nennt man auch Vertigo. Und was ist der Zusammenhang zwischen einer schlechten Kiefergelenk-Verbindung und Vertigo?

Das Gleichgewicht wird über das Gehirn gesteuert basierend auf drei Informationsquellen. 60% kommen aus dem vestibulären System des Innenohrs und 40% entstehen durch visuelle Informationen und die Tiefenwahrnehmung/den Stellungssinn von Rezeptoren der Muskeln und Gelenke.

In jedem Bereich unseres Innenohrs gibt es eine Struktur namens Labyrinth bestehend aus drei Bogengängen in drei Ebenen – der vordere, laterale und hintere Bogengang. Diese Knochenkanäle sind mit Flüssigkeit gefüllt, die bei Bewegung zu Gleichgewichtswahrnehmung führt durch Auslenkung haarähnlicher Organe.

  1. Bewegen Sie Ihren Kopf in rauf und runter
  2. Bewegen Sie Ihren Kopf von rechts nach links
  3. Neigen Sie Ihren Kopf von einer Schulter zur anderen
Gleichgewichtsorgan

Die Informationen des Labyrinths setzen sich nun zusammen mit den Informationen unseres Sehens und unserer Muskulatur und Gelenke, um uns Balance zu geben.

Das Gleichgewichtsorgan/Labyrinth befindet sich in unserem Innenohr, welches im Felsenbein unseres Schläfenbeins liegt. Die Unterkiefergrube (fossa mandibularis), die die Pfanne des Kiefergelenkes bildet, ist Teil des Schläfenbeins. Wenn Sie Ihren kleinen Finger in den äußeren Gehörgang stecken und dabei Ihren Kiefer öffnen und schließen, können Sie die Bewegung des Unterkiefers spüren und feststellen, wie nah er doch am Innenohr liegt. Wenn der Unterkiefer nicht optimal mit dem Oberkiefer verbunden ist, der Teil des Schädels ist, entsteht großer Druck auf die Gelenke der auf die Gelenkpfanne übertragen wird. Dieser Vorgang kann das Schläfenbein gerade so viel bewegen, um das Gleichgewichtsorgan aus seiner ursprünglichen Position zu bringen.

Die Normalisierung der Verbindung zwischen Ober- und Unterkiefer führt zu einer Korrektur der Lage des Labyrinths. Es wäre eine Lösung für das Problem, anstatt die Symptome nur mit Medikamenten zu überspielen.

Die Menière-Krankheit ist eine Anomalie des Innenohrs, die eine Reihe von Symptomen aufzeigt wie Vertigo oder starkes Schwindelgefühl, Tinnitus oder ein Rauschen in den Ohren, wiederkehrender Verlust der Hörfähigkeit und ein Gefühl von Druck oder Schmerzen im betroffenen Ohr. Die Erkrankung erfasst normalerweise nur ein Ohr und ist eine Ursache für Hörverlust. Die Krankheit ist nach dem französischen Arzt Prosper Menière benannt, der dieses Symptom zum ersten Mal 1861 beschrieben hat.

Zurzeit glauben Ärzte, dass es keine Heilung für die Menière-Krankheit gibt. Die Symptome werden lediglich mit Ernährungsumstellung, Stressreduzierung und diuretischen Medikamenten kontrolliert.

Andere Behandlungen dienen dazu, das Gleichgewichtsorgan auszuschalten, indem der Nerv durch Medikamente lahmgelegt wird. Sie sind gehörschädigend und zerstören den Nerv chemisch.

Es ist bemerkenswert, dass jedes Symptom der Menière-Krankheit auch bei CMD auftaucht: Tinnitus, Schmerzen oder Druck auf den Ohren sowie Schwindelgefühl. Dennoch wird beim gemeinsamen Auftreten meist die Menière-Krankheit diagnostiziert. Es gibt einige Fälle der Menière-Krankheit, die durch eine neuromuskuläre Behandlung mit Neupositionierung des Unterkiefers erfolgreich behandelt wurden. Sie führte zu einer Entspannung der Gelenkspfanne des Unterkiefers, was wiederum das Labyrinth, das nahe der Pfanne liegt, dazu veranlasste, in seine ursprüngliche Position zu wechseln.

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