Fibromyalgie – Weichteilrheumatismus

Fibromyalgie – Weichteilrheumatismus

Falls bei Ihnen Fibromyalgie durch einen Neurologen, Allgemeinarzt, Internisten oder einen Schmerzspezialisten diagnostiziert wurde, wird es Sie sicher verwundern, dass Sie jetzt auf einer zahnärztlichen Seite/bei einem Zahnarzt gelandet sind. Bitte lesen Sie weiter!

Fibromyalgie ist ein weit verbreitetes Syndrom, das langwierige Schmerzen sowie Schmerzempfindlichkeit im ganzen Körper, den Gelenken, Muskeln, Sehnen und anderem Weichgewebe hervorruft. Die Ursache ist unbekannt.

Fibromyalgie ist eine Diagnose nach dem Ausschluss-Prinzip

1)Blut- und Urintests sind meist normal, ggf. werden andere Tests durchgeführt, um andere Krankheiten auszuschließen. Leichte bis starke Schmerzen sind das Hauptsymptom der Fibromyalgie.

2) Der schmerzempfindliche Bereich wird auch als Druckschmerzpunkt bezeichnet. Druckschmerzpunkte gibt es im weichen Gewebe auf der Rückseite des Halses und Nackens, der Schultern, der Brust, am unteren Rücken, der Hüfte, auf den Schienbeinen, Ellenbogen und Knien. Der Schmerz strahlt dann von diesen Druckschmerzpunkten aus.

3) Der Schmerz kann sich tief, penetrierend, aber auch stechend oder brennend äußern. Die Gelenke sind nicht betroffen, auch wenn es sich so anfühlen kann.

4) Diese Druckschmerzpunkte sind wunde und schmerzempfindliche Bereiche in den Muskeln, im Gegensatz zur Arthritis, bei der die Schmerzen in den Gelenken auftreten.

5) Die Schmerzen können bei zunehmender Aktivität, kaltem und feuchtem Wetter, Stress und Angstzuständen schlimmer werden.

6) Fibromyalgie wird erst diagnostiziert, wenn mindestens drei Monate ausgedehnte Schmerzen und Schmerzen bzw. Schmerzempfindlichkeit in mindestens 11 von 18 Bereichen festgestellt wurden.

Schmerzbereiche:

  • Arme (Ellenbogen)
  • Gesäß
  • Brust
  • Knie
  • unterer Rücken
  • Hals/Nacken
  • Brustkorb
  • Schultern
  • Oberschenkel

Wie hängt dies mit TMD zusammen?

10 dieser 18 Schmerzpunkte in der Fibromyalgie-Diagnose sind im Kopf- sowie Hals-/Nackenbereich und oft sind bei CMD die gleichen Muskelgruppen betroffen. Diese CMD-Diagnosepunkte in der Zahnmedizin werden Triggerpunkte genannt.

Ein schlechter Biss sorgt für eine schlechte Hals- und Kopfhaltung, da die Muskulatur bis hinunter in die Füße versucht, für Ausgleich zu sorgen. Wenn z.B. Schultern und Hüfte nicht ausbalanciert sind, müssen die Muskeln der Beine und des Rückens kontinuierlich arbeiten, um einen Ausgleich zu erzielen. Ist es nicht vorstellbar, dass Fibromyalgie-Patienten auch CMD-Patienten sind, nur mit ein bis zwei Schmerzpunkten mehr unterhalb des Kopf- und Halsbereiches? Dies ist alles, was für eine Fibromyalgie-Diagnose benötigt würde.

Fibromyalgie-Behandlung

1) Das Ziel der Behandlung ist es, die Schmerzen zu lindern und andere Symptome zu bekämpfen, damit der Patient mit den Symptomen lernt umzugehen.

2) Eine erste Behandlung kann eine Bewegungstherapie sein, ein Fitness-Programm und stressreduzierende Methoden, inklusive Massage- und Entspannungstechniken.

3) Viele Medikamente werden angewendet, um die Krankheit zu behandeln:

  • krampflösende Medikamente
  • Antidepressiva
  • Muskelrelaxantien
  • Schmerzmittel
  • Schlaftabletten

Erwartungen (Prognose)

Fibromyalgie ist eine langfristige Erkrankung. Manchmal werden die Symptome besser, oft aber werden die Schmerzen auch schlimmer und bleiben für Monate oder Jahre.

Leider habe ich bisher keine Fibromyalgie-Patienten gesehen, die ihre Beschwerden durch eine neuromuskuläre Therapie komplett losgeworden sind, so dass sie ihre Medikamente absetzen konnten und ihr Leben zurückgewonnen haben. Was ich jedoch gesehen habe, sind große Verbesserungen, so dass ich davon überzeugt bin, dass Fibromyalgie-Symptome – hervorgerufen durch eine Überbelastung des Bewegungsapparates und dadurch eine Unausgeglichenheit des gesamten Halteapparates des Körpers – durch die Kieferpositionierung mit beeinflusst werden. Die Kieferstellung könnte eine entscheidende Rolle in der Kettenreaktion spielen, die zu Fibromyalgie führt. Eine neuromuskuläre Therapie könnte das Voranschreiten der Symptome verlangsamen und/oder sogar eine langsame Regeneration des geschädigten Systems herbeiführen.

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